"Kulturen verbinden – ZUSAMMEN-HALTEN stärken". Das war das Motto eines stadtweiten Projekts von Haupt- und Ehrenamtlichen aus fünf Duisburger Pfarreien und ihren Partnern vor Ort. In der Woche nach dem Welttag der Armen luden sie zwischen dem 17. und 22. November an sechs verschiedenen Orten in der Stadt zu kostenfreien Mittag- oder Abendessen ein. Projektstart war am 17. November an gleich zwei Standorten. Am Mittag hatte bereits die katholische Jugendberufshilfe Duisburger Werkkiste zum Mittagessen ins Café MA(H)LZEIT eingeladen und am Abend folgte dann ein abendliches Mahl in der Kirche St. Johannes in Duisburg-Homberg. Gastgeber dort war der Pastorale Raum in Duisburg-West. Was alle sehr freute: Auch die WDR Lokalzeit Duisburg kam vorbei und berichtete noch am gleichen Abend von der Aktion.
Willkommen war jede und jeder – egal ob alt oder jung, arm oder reich und ganz gleich, wo man herkommt. Ziel war es, Menschen an einem Tisch zusammenzubringen, die sich sonst vielleicht nie kennengelernt hätten, und so den generationsübergreifenden und interkulturellen Austausch und das Verständnis füreinander zu fördern. Menschen begegneten sich, die sich bislang fremd waren, Vorurteile wurden abgebaut und - ganz wichtig - die gegenseitige Unterstützung und Solidarität gefördert.
Jedes Jahr lädt der Caritasverband Essen zum Caritas-Wintermarkt in den Kreuzgang am Essener Dom ein. Das war 2025 nicht anders. Diesmal war auch die Kampagne "ZUSAMMEN-HALTEN" dort ein Thema, konnten die Marktbesucher das ZUSAMMEN-HALTEN bei dieser Gelegenheit doch schon allein dadurch unterstützen, dass sie den dort angebotenen heißen Kaffee mit einer Spende für die Bahnhofsmission verbanden. Der Wunsch aller: Der Bahnhofsmission möge "möglichst niemals der Kaffee ausgehen, auch wenn die Preise immer weiter steigen". Das war auch das erklärte Ziel der Organisatoren des Wintermarkt. Sie zeigten sich überzeugt: "Diese wohltuende Geste einer heißen Tasse Kaffee für die Bedürftigen und Gestrandeten am Bahnhof ist ein gutes Beispiel für gelungenes ZUSAMMEN-HALTEN, das auf diese Weise einmal ganz konkret von möglichst vielen Menschen unterstützt werden kann."
Schon seit zwei Jahren lädt die Pfarrei St. Matthäus in Altena einmal in der Woche zu ihrem beliebten Matthäus-Treff ein. Damit war dieses erfolgreiche Angebot zwar kein im Rahmen unserer Kampagne entwickeltes Projekt, ist aber ein tolles Beispiel, wie ZUSAMMEN-HALTEN gelingen kann. Das fanden auch die Initiatoren aus Haupt- und v.a. Ehrenamtlichen des Treffs. Sie berichteten uns u.a. Folgendes:
"Eingeladen sind alle, die sich über ein Mittagessen freuen und alle, die gerne einige Stunden in Gesellschaft verbringen möchten. Es kommen ganz verschiedene Zielgruppen: Menschen, die aufgrund ihrer finanziellen Situation froh über ein warmes und kostengünstiges Essen sind (wir nehmen von jedem eine Spende, so wie es jeder ermöglichen kann); Menschen, die in einer schwierigen Lebensphase sind und einfach mal für ein paar Stunden "raus" aus ihrer Situation möchten; Menschen, die alleinstehend sind und einfach Gesellschaft brauchen können, Geflüchtete, Wohnungslose, Gemeindemitglieder, ... . Einige kommen regelmäßig, andere hin und wieder, andere kommen neu dazu. Ganz sicher wären sich diese Menschen selbst im überschaubaren Altena nicht über den Weg gelaufen. Wir sehen, dass nach und nach eine Gemeinschaft entstand, ein Zusammenhalt von immer wechselnden Personen, offen für neue Teilnehmer, und gleichzeitig entstehen persönliche Kontakte. Man achtet aufeinander."